BAE 2011 - die Anwendungen

Angriff 1 - Schwinger

 

Merke:
Erst Zirkelschritt raus, dann mit dem zweiten Zirkelschritt in den Gegner rein.
Bei den Fauststößen darauf achten, dass die Schläge kraftvoll und schnell kommen.
Die Arme beim Schlagen nicht gebeugt halten – wirkt zu verhalten.
Nachdem wir in den Gegner „rein gegangen“ sind, korrekte Biao-Zhi Schritte hinterher.
Je sicherer wir gehen, desto sicherer wirkt der komplette Ablauf. 

 

Beschreibung: 

Der Gegner greift mit einem Schwinger an (keine zu runde Bewegung). Wir nehmen als Verteidiger mit einem Fook-Sau den Schwinger auf und geben der Schlagkraft mit einem Zirkelschritt nach rechts nach. Der sofort folgende Zirkelschritt mit links in den Gegner rein dient dann als "Überrennen" des Gegners.  

Mit dem Fook-Sau mit links teilen wir gleichzeitig einen geraden rechten Fauststoß zum Hals des Gegners aus. Der Zirkelschritt mit links in den Gegner rein gibt dem Fauststoß die übrige benötigte Kraft. 

Nach den Zirkelschritten und dem geraden Stoß und dem Fook-Sau folgt ein seitlicher Handkantenstoß zum Hals des Gegners (mit links zur rechten Halsseite des Gegners - Halsschlagader), wobei wir die rechte Hand zum Schutz des eigenen Halses und Kopfes als seitliche Wu Sau oben halten. 

Die Verteidigung wird durch eine Serie mit Kettenfauststößen beendet. (bei den Kettenfauststößen ist daran zu denken, dass der Biao-Zhi Kämpfer so lange zuschlägt, bis der Gegner kampfunfähig, zumeist also am Boden, ist) 

Wichtiges Einsatzziel bei dieser Partnerübung ist die Explosivität und das Einstellen der korrekten Kampfdistanz!  

 

Angriff 2 - Gerader Kick

 

Merke:
Bei der Übernahme des Kicks mit dem rechten Bein als Yap-Gerk darf die rechte Hand nicht fallen gelassen werden. Mit der Beinabwehr muss der rechte Arm als Fauststoß nach vorne den Gegner suchen. Lässt man den Arm hängen, wirkt es so, als müssen man um das Gleichgewicht kämpfen. Der Yap-Gerk soll nicht nur das Bein des Gegners nach außen drücken, sondern als Konterkick gegen das Standbein des Gegners geführt werden.
Wenn man abgewehrt hat, ist mit den Kettenfauststößen auf den Gegner „einzustürmen“. Die Serie muss aggressiv wirken. Dem Gegner keinen Platz lassen. 

 

Beschreibung: 

Der Gegner greift uns mit einem geraden Kick in Bauchhöhe an. 

Mit einem kurzen Sidestep gehen wir aus dem Gefahrenbereich raus, um sofort wieder mit einem Konterkick in ihn rein zu gehen. 

Der Gegner kickt mit rechts, so dass wir unsererseits ebenfalls mit rechts einen Kick starten (also Sidestep mit links - das garantiert uns die diagonale Übernahme des Angriffs - wenn wir mit dem anderen Fuß kontern wollten, so würden wir unsere komplette Front darbieten...). Unser Konterkick ist ein tiefgerader Kick gegen Knie bzw. Oberschenkel des Standbeins des Gegners (das hintere Bein). Somit bringen wir seinen Stand ins Wanken. Bei der Kickbewegung drehen wir die Fußspitze nach außen; damit stabilisieren wir die Diagonale in den Gegner. 

Zeitgleich mit diesem Kick greifen wir oben herum mit Kettenfauststößen an. Bei den Kettenfauststößen dürfen wir nicht vergessen, weiter in den Mann zu gehen, dabei werden die korrekten Bao-Zhi Schritte verwendet. 

Der Konterkick mit dem gleichen Bein wie das angreifende des Gegners bringt uns mehrere Vorteile: 

1. Wir stellen uns diagonal zum Gegner 

2. Wir drehen den Gegner von uns weg 

3. Für unsere Kettenfauststöße haben wir den Weg frei gemacht 

4. Seitlich weggedreht ist es dem Gegner nicht möglich, viel Druck auf uns aus zu üben

 

Angriff 3 - Würgen

 

Beim dem Fingerstoß gegen den Würgendes darf die Abwehr nicht über den Gegner ins Leere gehen. Um sich zu befreien, ist der Stich mittig in Richtung zum Kopf des Gegners zu führen und muss das Gesicht des Gegners berühren. Die Daumen sollten dabei auf die Augen gerichtet sein, da sie dort auch treffen sollen.
Der gehobene Ellenbogen gegen (unter) das Kinn des Gegners muss flüssig mit dem Schritt in den Gegner kommen und anschließend direkt in Fauststöße übergehen. Auch hier gilt wieder: Dem Gegner keinen Platz lassen und überrennen. Zu große Distanz zum Gegner zeigt falsch eingeschätzte Kampfentfernung. Schläge und weitere Angriffe wirken aufgesetzt und unwirksam. 

 

Beschreibung: 

Der Gegner würgt uns mit beiden Händen, von vorne.

Wir führen den so genannten Cham-Kiu-Stoß aus, das heißt, wir stoßen gerade mit beiden Armen innen an den Armen des Gegners entlang nach vorne. Die Hände sind bei dem Stoß gestreckte und unter Spannung, die Daumen sind etwas abgespreizt und zielen gegen in die Augen des Gegners. Mit dem Stoß lehnen wir unseren Oberkörper unter Spannung zurück. Durch den geraden Stoß beider Arme nach vorne sprengen wir den Würgegriff des Gegners. Der Treffer in den Augen gibt den Rest.

Nach dem Stoß gehen wir (den Schwung der Bewegung mitnehmend) vor und schlagen mit einem nach oben gezogenen linken Ellenbogen gegen Hals bzw. Kinn des Gegners. Mit einem weiteren Schritt vor ziehen wir die Handkante gegen den Hals des Gegners wieder herunter. Bei diesem Handkantenschlag führen wir den Angriff durch einen nach innen rotierenden Ellenbogen aus (die Kraft des Schlags kommt nicht aus dem Unterarm).

Nach Ellenbogen und Handkante „überrennen“ wir den Gegner mit weiteren Schritten und Kettenfauststößen.  

 

Angriff 4 - Das Greifen

 

Merke:
Wir ziehen den Gegner nicht zu uns mit dem Huen-Sau und Gam-Sau. Vielmehr entsteht ein Drücken nach unten, dem nachzugeben ist (je nach Kraft des Gegners gibt man selber nach oder spürt, wie der Gegner einbricht). Gleichzeitig ist mit diesem „Ziehen“ der Schlag gegen den Hals des Gegners durchzuführen. Das Ziehen muss unter Anspannung geschehen. Es unbedingt erforderlich, dass man selber vorschnellt, um zuzuschlagen. Nach dem ersten Schlag muss der Stand in die Richtung des Gegners korrigiert werden. Man sollte den Gegner nicht zu weit von einem weg lassen. Mit den Kettenfauststößen darf man auf keinem Fall vergessen, den Gegner zu bedrängen, dabei aber so viel Platz zu lassen, dass man selber nicht eingeklemmt wird und sich schlagtechnisch nicht entfalten kann.
Niemals verhalten stehen bleiben – immer schlagen und vordringen! 

 

Beschreibung: 

Der Gegner greift uns am rechten Handgelenk, damit wir nicht weg kommen und um uns schlagen zu können. Wir befreien und mit einer Huen-Sau-Bewegung links herum hoch und einem Jam-Sau. Mit dem Jam-Sau packen wir nun unsererseits das Handgelenk des Gegners und führen einen kurzen Gam-Sau zur Seite aus, der wie ein Ziehen wirkt und (sollten wir stärker und schwerer sein) den Gegner zu uns oder uns (sind wir leichter und schwächer) zum Gegner bewegt. Während dieser Befreiung führen wir einen  Fauststoß mit links gegen den Hals des Gegners aus (im besten Fall fällt er direkt in unsere Faust). Dem einen Fauststoß folgen wie immer Kettenfauststöße und Biao-Zhi Schritte in den Gegner herein.

 

Angriff 5 -  Messer

 

Merke:
Bei dem Angriff mit einem Messer ist eine Verteidigung nur im äußersten Notfall und dann mit absoluter Entschlossenheit durchzuführen (am besten ist es wegzulaufen).
Wir dürfen weder bei der Man-Sau und Tan-Sau Übernahme der Messerhand zu nahe am Gegner sein, noch während der Schrittarbeit in „Ritz-„ Reichweite gelangen. Am besten ist das diagonale Eingehen auf den Gegner, um seitlich oder im optimalen Fall rückwärts zu ihm zu stehen und Schläge zu verteilen.
Das Ziehen durch die abgewandelte Gam-Sau-Bewegung muss explosionsartig erfolgen und darf auf keinen Fall zum eigenen Körper (Unterleib) führen. Wie im vierten Satz der ersten Form der Biao-Zhi muss der Gam-Sau seitlich zur Hüfte, ca. eine Fausthöhe entfernt, ausgeführt werden. Nur so ist gesichert, dass auch bei einem knapp geratenen Schritt das Messer nicht zu nahe am eigenen Körper entlang geführt wird.
Sind wir schwächer als der Gegner (davon gehen wir erst einmal aus), dient das Ziehen nicht dazu, den Gegner vom Fleck zu bewegen, sondern uns um ihn herum zum Angriff zu beschleunigen. Aus diesem Grund dürfen wir die Bewegungen von der Übernahme bis zum Ziehen und Schlagen nicht einzeln in Abschnitten vollbringen, sondern als eine Explosions-Einheit. 

 

Beschreibung: 

Wir haben rechts vor.Der Gegner greift uns mit einem rechten geraden Messerstich an. Wir übernehmen den Angriff mit unserer rechten Hand (Man-Sau) auf, gehen in einen Tan-Sau über und weichen mit einem Ausfallschritt nach links (mit dem linken Fuß) aus der Gefahrenzone. Während des Schritts stoßen wir mit der linken Faust zu und der Tan-Sau wird durch einen seitlichen Gam-Sau zur „ziehenden“ Hand. Dadurch, dass wir links ausweichen und den Gegner ziehen bauen wir eine enorme Spannung zwischen dem Gegner und uns auf, die wir in den Fauststoß lenken. Dem einen Fauststoß lassen wir z.B. einen rechten Hakenfauststoß folgen. Bei den weiteren Fauststößen gehen wir vor und in den Gegner herein.

 

 

 

 

 

 

 

 

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